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Tunis
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Tunis liegt an einer ganz flachen Lagune, die El Bahira („Kleines Meer") genannt und durch zwei Landzungen vom Golf von Tunis getrennt wird. Auf der nördlichen dieser Halbinseln befindet sich La Goulette, der Vorhafen von Tunis. Hier kommen Sie auf Ihrer Mittelmeer Kreuzfahrt an.

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Überblick

Wie alle ehemals von europäischen Kolonialmächten beherrschten und ausgebauten nordafrikanischen Städte zerfällt auch Tunis in eine weiträumige moderne Neustadt und eine enge, winklige Altstadt, die Medina, deren älteste Baudenkmäler bis in die früh-arabische Zeit zurückreichen. Aus den vorarabischen Perioden der Stadtgeschichte, die etwa gleichzeitig mit der Karthagos beginnt, sind keine Reste erhalten. Weitere Informationen für die Planung Ihrer Landausflüge in Tunis und Umgebung finden Sie auf der Webseite des Fremdenverkehrsamtes von Tunesien.

Hafen und Transport

Ihr Kreuzfahrtschiff kommt in La Goulette an. In dem geschäftigen Containerhafen wurde ein neues Terminal für Kreuzfahrtschiffe errichtet. Bis in die nicht besonders attraktive Stadt La Goulette sind es etwa einen Kilometer. Die Hauptstadt Tunis ist ca. 15 Kilometer entfernt.

Im Hafen gibt es zahlreiche Taxen. Ein Taxi nach Tunis kostet ca. 10 Euro bis 20 Euro. Sie können Taxen auch stundenweise mieten. Der Preis liegt bei ca. 20 Euro bis 30 Euro. Taxen sind wohl die beste Wahl in Tunis. Wie immer sollte man sich vorab über den Fahrpreis einigen. Es lohnt sich in der Regel auch immer, nicht gleich das erste Taxi zu nehmen. Wenn man erst ein Stück läuft, wird es meistens nochmal günstiger. Alternativ gibt es auch eine gute Zugverbindung nach Tunis. Leider kann man die Fahrkarten nur in Landeswährung kaufen. Der Zug benötigt eine knappe halbe Stunde. Vom Bahnhof zur Medina sind dann nochmal ca. 30 Minuten Fuß.

Ansonsten, ist Tunis eines der Ziele, wo es einige Argumente für einen organisierten Landausflug spricht. Insbesondere, wenn Sie kein Französisch verstehen.

Sehenswürdigkeiten

Die Medina (1500 m lang, 800 m breit) ist ein Gewirr von Souks (Handwerker- und Ladenstraßen). In ihrer Mitte steht die Djemaa ez-Zitouna, die 732 gegründete Moschee des Olivenbaums. Der heutige Bau, in den antike und byzantinische Säulen aus Karthago eingebaut wurden, stammt aus dem 13. bis 15. Jahrhundert. Weiter nördlich stehen am Rande der Medina das Dar el-Bey, die um 1800 erbaute Residenz des Beys und die Mosquee de la Kasba (1231 bis 1235), deren Minarett mit seinen Ornamenten an die Giralda von Sevilla erinnert.

5 km nordwestlich des Stadtzentrums befindet sich die größte Sehenswürdigkeit im Stadtgebiet von Tunis: der Bardo. Von der ehemaligen Winterresidenz des Beys, die fast eine Residenzstadt war, stehen heute nur noch wenige Bauten, darunter der Palast des Beys (1782) und der Haremspalast. Einen Teil dieses Palastes nimmt das Bardomuseum ein. Hier sind seit 1888 die Funde aus den vielen tunesischen Ruinenstädten zusammengetragen worden, so dass sich vor einer Fahrt zu diesen Stätten ein Besuch des Museums empfiehlt.

Entweder über den Lagunendamm und La Goulette oder, nach einem Besuch von Bardo, über die am Nordufer der Lagune vorbeiführende Straße erreicht man Karthago. Die Stadt wurde 814 v. Chr. (das Datum ist eher legendär als historisch) von kleinasiatischen Phönikern gegründet und entwickelte sich zur blühenden Hauptstadt des Karthagischen Reiches. Dieses Reich geriet im 3. Jahrhundert v. Chr. in Auseinandersetzungen mit dem Römischen Reich. Das Karthagische Reich wurde vernichtet und die Stadt Karthago buchstäblich dem Erdboden gleichgemacht. An der Stelle des phönikischen (punischen) Karthago entstand um Christi Geburt das römische Karthago, das bald hinsichtlich der wirtschaftlichen und religiösen (Frühchristentum) Bedeutung mit dem ägyptischen Alexandria wetteiferte. Nach den Römern herrschten in Karthago die Vandalen und Byzantiner. 698 vernichteten die Araber die Stadt noch gründlicher, als es die Römer 146 v. Chr. getan hatten. Infolge dieser Zerstörungen fällt es dem heutigen Besucher schwer, sich ein richtiges Bild von der einstigen Stadt zu machen. Es ist ratsam, mit der Besichtigung auf dem einstigen Burghügel Byrsa (63 m) zu beginnen. Man gewinnt von dort aus einen ziemlich guten Überblick über das Ruinengelände, das heute zum Teil vom dritten Karthago, einem hübschen Villenvorort von Tunis, überbaut ist.

Nordwestlich von Karthago liegt das reizende Dörfchen Sidi Bou Said, Treffpunkt von Künstlern (besonders von Malern) und lohnendes Ausflugsziel von Tunis. Im benachbarten La Marsa steht der Palast des Staatspräsidenten.

Ihre Meinung ist gefragt

Sie kennen diesen Hafen und haben noch Tipps für andere Kreuzfahrer. Dann wäre es nett, wenn Sie Ihre Erfahrungen hier zur Verfügung stellen.

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