Seien Sie an Deck, wenn Ihr Kreuzfahrtschiff sich auf Ihrer Mittelmeer Kreuzfahrt der Stadt nähert. Neapel, der Vesuv und das Umland sind atemberaubend schön.

Die Geschichte der Stadt Neapel reicht bis in die Zeit der Siedlung Parthenope (8. Jh. v. Chr.) auf dem Pizzofalcone zurück, an die die Via Partenope in der Nähe des Castel dell'Ovo erinnert. Später kamen Griechen aus dem benachbarten Kyme (lat.: Cumae) und gründeten die Palaeopolis (Altstadt), der im 5. Jahrhundert die Neapolis (Neustadt) folgte. 326 v. Chr. wurde Neapel Bundesgenosse Roms. In nachrömischer Zeit waren Goten, Byzantiner, Normannen und Hohenstaufen Herren Neapels. Im Jahre 1266 wurde es Hauptstadt des Königreiches Sizilien (später das Königreich beider Sizilien genannt) und sah als solche Herren aus den Häusern Anjou, Aragon, Habsburg, Bourbon, Bonaparte und nochmals Bourbon, bis es 1860/61 ein Teil des neuen Königreiches Italien wurde und sich zur drittgrößten Stadt mit dem zweitgrößten Hafen des Landes entwickelte. Informationen gibt es beim Naples Tourist Board.
Die Stazione Maritima liegt sehr zentral. Sie können von hier aus in die Stadt laufen und/oder die Metro nutzen. Die Fähren nach Capri starten direkt nebenan. Wir empfehlen hier einen organisierten Ausflug. Nicht nur weil die Innenstadt nicht gänzlich ungefährlich ist. Sie finden sich in dem Gewimmel nur schwer zurecht und bekommen von den Sehenswürdigkeiten kaum etwas mit. Auch die Ausflüge zum Vesuv oder nach Pompeji sind mit einer Gruppe sicherer. Die Verkehrsverhältnisse sind nicht immer kalkulierbar und das Kreuzfahrtschiff wartet bekanntlich nicht.
Wenn Sie auf eigene Faust starten möchten, sind die Roten Busse der der City Sightseeing Napoli vielleicht etwas für Sie. Die Busse fahren auf mehreren Routen durch die Stadt. Man steigt einfach aus und fährt mit dem nächsten weiter. Ein gutes Verkehrsmittel für Kreuzfahrer ist auch die Regionalbahn Circumvesuviana (http://www.vesuviana.it/web/). Der Zug fährt bis nach Sorrent und hält an vielen touristischen Zielen. Sie können so zum Beispiel Pompeji, Herkulaneum und den Vesuv erreichen.
Die wichtigsten Stationen einer am Hafen beginnenden Stadtbesichtigung sind das Castel Nuovo, der südwestlich benachbarte Palazzo Reale und das nebem ihm und an der Piazza Trieste e Trento stehende Teatro San Carlo aus dem Jahre 1737. Mit fast 3.000 Plätzen eines der größten Theater der Erde! Von der Piazza Trieste e Trento führt die sehr belebte Einkaufsstraße Via Toledo (Via Roma) nach Norden. Am Barockpalast Maddaloni biegt man nach rechts in die Via Maddaloni ein und kommt zur Kirche Santa Chiara. Man geht zur Via Toledo zurück, kommt zur Piazza Dante und von dort auf der Via Pessina zum Museo Archeologico Nazionale, der bedeutendsten Sehenswürdigkeit Neapels und einem der größten Antikenmuseen der Erde (vor allem Funde aus Pompeji und Herkulaneum). Vom Nationalmuseum aus erreicht man über die Piazza Cavour und (rechts) die Via del Duomo den Dom San Gennaro. Unter dem Hochaltar liegt die Cappella Carafa (1497-1506), eines der schönsten Renaissancebauwerke Neapels.
Der eindrucksvollste stadtnahe Ausflug führt zu den bei Pozzuoli gelegenen Phlegräischen Feldern (Campi Flegrei; Brandfelder). Sie bilden eine hügelige vulkanische Fläche, in der die berühmte Solfatara liegt, ein flächenhafter und noch nicht völlig erloschener Vulkan. Aus zahlreichen Bodenspalten steigt Schwefelwasserstoff auf. Die ausströmenden Gase haben Temperaturen bis zu 162°C. Ansonsten werden Vulkanfreunde natürlich einen Ausflug auf den Vesuv nicht versäumen.
Herkulaneum wurde bei dem Vesuvausbruch des Jahres 79 n. Chr. von einem Lava- und Schlammstrom bedeckt. Infolgedessen blieb die Stadt weit besser erhalten als das bei dem gleichen Vesuvausbruch nur mit Asche und Bimsstein zugedeckte Pompeji, sind die Ausgrabungen aber auch viel schwieriger. Unter der zu Tuff verhärteten Deckmasse blieben in Herkulaneum hölzerne Gegenstände (Betten und Truhen) und Mauern aus Flechtwerk erhalten. Die bisherigen Ausgrabungen der zum Teil von dem Ort Ercolano überbauten Stadt lassen erkennen, dass Herkulaneum mit seinen mehrstöckigen Häusern und Geschäftsbauten großstädtischer war als Pompeji und in künstlerischer Hinsicht der Nachbarstadt nicht nachstand.
Pompeji war die erste antike Stadt, die in ihrer Gesamtheit ausgegraben wurde; sie hinterlässt einen einmaligen lebendigen Eindruck vom Aussehen einer antiken römischen Stadt. Die Ausgrabungen haben in großem Umfang das Leben aufgedeckt, das die Menschen im Augenblick der Katastrophe führten. Man fand den Bäcker hinter dem Backofen, den Wirt am Schanktisch. Über diese Spuren des Alltagslebens hinaus sieht man die öffentlichen und privaten Bauten einer blühenden römischen Stadt. Um das Forum herum liegen Tempel, Markthallen und Verwaltungsgebäude. Nahe der Umfassungsmauer der Stadt trifft man auf das Große und Kleine Theater und auf das Amphitheater. Es gab mehrere umfangreiche und luxuriös eingerichtete Thermen. Die Wohnhäuser sind ebenfalls Beweise für die aufwendige und heitere Lebensweise der Bürger von Pompeji. Die Casa del Fauna war ein großer Familienpalast, in dem das berühmte Mosaik der Alexanderschlacht (jetzt im Nationalmuseum in Neapel) gefunden wurde. Die Wandmalereien von Pompeji sind die eindrucksvollsten der römischen Antike.
Capri, die gut 10 km2 große und bis zu 589 m ansteigende Insel, ist eine einzige Natursehenswürdigkeit, deren Schönheiten bereits Kaiser Augustus erkannte (er ließ dort die erste kaiserliche Sommerresidenz erbauen). Vom Hafen Marina Grande, von dem aus in der Regel die Bootsfahrten zur berühmten Grotta Azzurra (Blauen Grotte) unternommen werden, kann man zum Städtchen Capri mit Taxi oder Funicolare hinauffahren. Von der kleinen Piazza Umberto l aus hat man nach allen Seiten Zugang in die malerischen mittelalterlichen Viertel. Wir empfehlen einen Capri Ausflug nur bei gutem Wetter.
Sie kennen diesen Hafen und haben noch Tipps für andere Kreuzfahrer. Dann wäre es nett, wenn Sie Ihre Erfahrungen hier zur Verfügung stellen.
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