Die größte Insel Griechenlands (Länge 256 km), fünftgrößte des Mittelmeeres hat einen einzigartigen und stolzen Charakter. Jeder Stein ist hier ein Denkmal, jeder Winkel eine ruhmreiche Seite der Geschichte.

Die Geschichte von Kreta beginnt mit einem Mythos. Zeus wurde auf Kreta geboren und von seiner Mutter Rhea vor seinem Vater Kronos versteckt in der Diktischen Höhle. Später verliebte sich Zeus in eine phönizische Prinzessin namens Europa und brachte sie als weißen Stier verwandelt nach Kreta.
Kretas Lage zwischen Asien und Europa ist Schicksal. Besiedelt seit 6.000 v. Chr. Die ersten Paläste, erste Zeugen minoischer Kultur zwischen 2.000 und 1.700 v. Chr. (Phaistos, Knossos und Malia). Um 1.600 v. Chr. entwickelte sich eine erste Buchstabenschrift. Mykenische Griechen, später die Dorer, übernahmen die Macht auf Kreta (1.000 v. Chr.). Krieg zwischen den Stadtstaaten veranlasste die Römer (67 v. Chr.) einzugreifen, Gorthyn wurde Hauptstadt. Später geriet Kreta für 450 Jahre an Byzanz (bis 824 n. Chr.). Arabische Seeräuber nahmen es für 140 Jahre in Besitz (bis 961 n. Chr.). Dann einige Jahrzehnte wieder byzantinisch und 400 Jahre venezianisch (bis 1669). Die Türken blieben bis 1898. Erst 1913 wird Kreta griechisch.
Der Pier für Kreuzfahrtschiffe befindet sich direkt in der Innenstadt. Von hier sind es weniger als ein Kilometer in das Zentrum der Stadt. Direkt neben dem Hafen befindet sich eine große venetianische Festung. Wenn Sie vor dem Auslaufen noch etwas Zeit haben. Es lohnt sich, das alte Gemäuer zu erkunden.
Die Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt können Sie bequem zu Fuß ablaufen. Das ist wirklich kein Problem. Sie können natürlich immer auch ein Taxi nehmen. Diese wären eigentlich sehr preiswert, wenn es nicht die zahlreichen Zusatzgebühren wären. Am besten, Sie klären die Preisfrage bevor Sie losfahren. Und achten sie darauf, dass der Taxameter funktioniert und eingeschaltet wird. Es gibt zahlreiche Autoverleiher in der Stadt. Ein kleiner Mietwagen kostet etwa 60 Euros für den Tag. Aber angesichts der Straßenschilder in griechischer Sprache ist die Orientierung nicht ganz einfach.
Iraklion, größte Stadt und Hafenstadt auf Kreta, hat ein reges Geschäftsleben, starken Fremdenverkehr und viele Hotels. Über dem alten Hafen ragt die mächtige venezianische Festung und die Stadtmauer empor. Auf der Bastion liegt das Grabmal des Dichters Kazantzakis (Alexis Sorbas). Von dort oben hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Morosini-Brunnen, die Basilika des Heiligen Markus und der Heiligen Ekaterini (16. Jh.), jetzt Museum für kirchliche Kunst, mit den seltenen Ikonen des Michael Damaskinos, eines Zeitgenossen von El Greco. Am wichtigsten ist der Besuch des Archäologischen Museums, das mit seinen minoischen Schätzen einzigartig auf der ganzen Welt ist.
Ein Ausflug nach Knossos (5 km) muss sein. Vertrauen Sie sich einem kundigen Führer an. Ein Labyrinth ist nun einmal verwirrend. König Minos hat den Palast erbaut (1.600 v. Chr.) mit 1.200 Räumen. Ausgegraben hat ihn, erst 1.900 beginnend, ein Engländer namens Evans. Minos bebaute 20.000 qm zwei- und dreistöckig. Am Eingangs-Pavillon gibt es perspektivische Rekonstruktionspläne, die sind besser als verbale Beschreibung.
Im Gegensatz zu Knossos, das von Evans nicht nur ausgegraben, sondern vielfach rekonstruiert wurde, ist Phaistos eine Ausgrabung ohne Rekonstruktion. Hier erkennt man auch ganze, erhaltene Teile des alten Palastes. Phaistos ist kleiner und übersichtlicher als Knossos. Es ist erwiesen, dass zwischen beiden Palast-Anlagen Verbindungen bestanden. Zumindest haben zeitweise offenbar die gleichen Steinmetze daran gearbeitet.
Weiter sehenswert ist der Westen von Kreta mit den malerischen Städten Chania und Rhethymnon, der Samaria-Schlucht (tiefste Schlucht Europas), Maleme mit dem schönen, gepflegten deutschen Soldatenfriedhof.
In geringer Entfernung gibt es schöne Badestrände. Der größte Strand der Region mit vielen Hotels und Restaurants ist der Amoudara Beach. Wassersportler bevorzugen den etwa 20 Kilometer entfernten Agia Pelagia. Das Meer ist ruhig und hier können Sie allerlei Wassersportangebote nutzen.
Sie kennen diesen Hafen und haben noch Tipps für andere Kreuzfahrer. Dann wäre es nett, wenn Sie Ihre Erfahrungen hier zur Verfügung stellen.
blog comments powered by Disqus