Civitavecchia, der befestigte, im Krieg stark zerstörte Hafen Roms, ist mittlerweile einer der wichtigsten Häfen für Mittelmeer Kreuzfahrten geworden. Sehenswertes hat die Stadt selber nicht zu bieten. Sie ist Ausgangspunkt für einen interessanten Ausflug nach Tarquinia und natürlich nach Rom.

Kreuzfahrtschiffe machen auf einer Mittelmeer Kreuzfahrt in dem bedeutenden und weitläufigen Hafen der Stadt fest. Damit wir nicht ins Wasser fallen, gibt es in der Regel einen Pendelbus bis zum Ausgang des Hafens. Interessante Ausflüge auch in deutscher Sprache bietet die Firma Civita Tours.
Wenn Sie keinen Ausflug gebucht haben und nach Rom möchten, sollten Sie zum Bahnhof von Civitavecchia laufen. Das dauert etwa 20 Minuten. Von hier gibt es regelmäßige Zugverbindungen zum Hauptbahnhof in Rom. Die Fahrt dauert ca. 75 Minuten. Mit Auto oder dem Bus sind Sie mindestens eine halbe Stunde länger unterwegs. Rom kann man hervorragend zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden. Das Zentrum mit den Hauptsehenswürdigkeiten ist relativ kompakt.
Tarquinia ist das Tarquinii der Etrusker und Römer, aus dem das altrömische Königsgeschlecht der Tarquinier stammte. Die heutige Stadt hat mit ihrer Mauer noch stark mittelalterliches Gepräge. In der ehemaligen päpstlichen Residenz, dem Palazzo Vitelleschi (15. Jh.), befindet sich heute das Museo Nazionale Tarquiniese. In ihm sind alle etruskischen Funde untergebracht worden, die man nicht in der außerhalb der Stadt gelegenen Nekropole und an den anderen Fundstellen belassen konnte. Die große Gräberstadt macht die führende Rolle deutlich, die Tarquinia unter den Städten der Etrusker gespielt hat. Auf dem Monterozzi genannten Gelände der Totenstadt gibt es neben Massengräbern eine große Anzahl von in den Fels gehauenen Einzel- oder Familiengräbern, die zum Teil wundervoll ausgemalt sind. Die bis 2.500 Jahre alten Bilder vermitteln einen Einblick in das Leben und die Religion der Etrusker und können vom Thema her mit den Darstellungen in den ägyptischen Mastabas verglichen werden. 40 dieser mit Wandmalereien ausgestatteten Gräber sind im Rahmen von Führungen (Dauer zwei Stunden) zu besichtigen.
Rom (70 km). Man könnte Goethe zitieren. Aber man muss nicht. Es hat sich schon herumgesprochen: Rom ist eine der bedeutendsten, schönsten, ältesten, modernsten, aufregendsten Städte der Welt. Man kann die Stadt gut auf eigene Faust erkunden. Schöner ist es aber mit einem kundigen Stadtführer. Es sei denn, Sie kennen Rom sehr gut. Diese Stadt hat unendlich viele Sehenswürdigkeiten. Und alles ist ohne Abgrenzung, miteinander verflochten: Das Rom der Antike, des Mittelalters, der Renaissance, des Barock und das moderne Rom. Höhepunkte des antiken Roms sind natürlich das Kolosseum und das Forum Romanum. Highlights des Rom der Renaissance und des Barock sind unter anderem die Piazza Navona, der Palazzo Farnese, die Via Giulia, die Piazza del Popolo oder der Trevi-Brunnen. Das kirchliche Rom mit dem Petersburg und dem Vatikan. Und das mittelalterliche Rom gibt es natürlich auch noch.
Sie kennen diesen Hafen und haben noch Tipps für andere Kreuzfahrer. Dann wäre es nett, wenn Sie Ihre Erfahrungen hier zur Verfügung stellen.
blog comments powered by Disqus