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Barcelona
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Barcelona ist nicht nur ein beliebtes Ziel jeder Mittelmeer Kreuzfahrt. Jedes Jahr beginnen auch ca. 600 Mittelmeer Kreuzfahrten in dieser Stadt. Barcelona und sein moderner Kreuzfahrthafen ist damit auch einer der wichtigsten Heimathäfen für Kreuzfahrtschiffe im Mittelmeer.

Mittelmeer Kreuzfahrten nach Barcelona

Überblick

Dass Barcelona eine schöne Stadt ist, sieht man schon, wenn das Kreuzfahrtschiff sich dem Hafen nähert: diese Breite, diese Höhe! Seien Sie an Deck und lassen Sie sich die Annäherung nicht entgehen.

Barcelona ist vermutlich eine griechische Siedlung. Sicher auch karthagisch, lange Zeit römisch. Im 6. Jahrhundert Hauptstadt der Westgoten. Im 8. Jahrhundert in der Hand der Araber, später die Franken. Mit Entstehen des katalanischen Reiches (874) dessen Hauptstadt. Durch Heirat vereinigt mit Aragon. Nach Venedig und Genua größte Seemacht. Mit Gründung des spanischen Nationalstaates (1474) begannen Barcelona und Katalonien über Jahrhunderte stets „auf der falschen Seite zu stehen". Im Bürgerkrieg bis zuletzt auf der Seite der Republikaner, was der „Caudillo" Franco keineswegs honorierte. Trotzdem ist Barcelona wohl die vitalste und reichste Stadt Spaniens. Vom Hafen kommend liegt rechts der Rambla, das Barrio Gotico, das gotische Viertel, auf der linken das Barrio Chino. Rechts also finden wir die gotische Kathedrale Sagrada Familia. Ganz in der Nähe der Palacio Real Mayor und unendlich Vieles, was Sie selbst entdecken können. Barcelona ist nicht museal. Stolpern Sie nicht über die Kirche Santa Maria del Mar oder die Börse, die einen spätgotischen Saal hat. Weitere Informationen für die Planung Ihrer Landausflüge in Barcelona finden Sie auf der Webseite Turisme de Barcelona.

Hafen und Transport

Der große Kreuzfahrthafen von Barcelona liegt sehr günstig und zentrumsnah. Ihr Kreuzfahrtschiff wird am Kai Moll Adossat anlegen. Kleinere Kreuzfahrtschiffe legen auch mal im Bereich des Fährhafen am Word Trade Center inklusive Sant Bertrand Wharf an. Das ist aber eher die Ausnahme. Das Hafengebiet ist sehr weitläufig. Deshalb gibt es einen Shuttleservice zum Hafenausgang (Kolumbus-Denkmal). Von hier können Sie direkt mit der U-Bahn weiterfahren oder aber zu Fuß zum nahen Boulevard La Rambla laufen. Das ist wirklich nicht sehr weit. Hilfreise Infos über den Hafen und die Shuttlebusse finden Sie hier.

Wenn Sie zum ersten Mal in Barcelona sind, ist der Service der Barcelona Bus Turistic vielleicht für Sie interessant. Diese offenen Busse fahren auf drei Routen durch die Stadt. An insgesamt 44 Haltestellen können Sie aussteigen und einfach mit dem nächsten Bus weiterfahren. Das Tagesticket kostet – im Internet vorbestellt – nur gut 20 Euro für einen Tag.

Wenn Ihre Mittelmeer Kreuzfahrt in Barcelona beginnt, kommen Sie in der Regel am Aeropuerto de Barcelona (El Prat de Llobregat) an. Der billige und angenehme Aerobus bringt Sie von hier in nur 15-20 Minuten ins 16 km entfernte Stadtzentrum vom Barcelona. Eine Alternative zum Bus ist der Barcelona Airport Train (RENFE), der alle 20-30 Minuten vom Flughafenbahnhof (gegenüber dem erhöhten Fahrsteig) zum Bahnhof Barcelona Sants pendelt. Die Fahrt dauert ungefähr 20 Minuten und kostet einfach € 2,75. Im Bahnhof Barcelona Sants haben Sie Anschluss an die Metro und an andere Bahnlinien. Aber Achtung. Wenn Sie mit einem Billigflieger anreisen, landen Sie eventuell auf einem weiter entfernten Provinzflughafen! Zum Beispiel in Girona. Der Flughafen Girona liegt ungefähr 100 Kilometer von Barcelonas Zentrum entfernt und es gibt drei Möglichkeiten, diese große Distanz zu überbrücken. Die Fahrt mit dem Flughafenbus kostet 11 Euro (einfache Fahrt) bzw. 19 Euro (Hin- und Rückfahrt). Der Bus bringt Sie zum Busbahnhof Estacio d’ Autobusos Barcelona Nord. Ein Taxi kostet etwa € 120. Es fahren auch Züge von und nach Barcelona, aber dann müssen Sie noch den Transport zwischen dem Bahnhof Girona und dem Flughafen einplanen. Die genannten Preise können sich natürlich ändern.

Sehenswürdigkeiten

Barcelonas bekannteste Promenade, La Rambla, führt fast 2 km leicht ansteigend vom Kolumbusdenkmal am Hafen (hier enden die Shuttlebusse vom Kreuzfahrtschiff) bis zur Placa de Catalunya. Hier kann man ein paar schöne Stunden verbringen. Es ist ebenso unterhaltend wie lehrreich, die ganze Rambla bis zur Placa de Catalunya hinaufzuschlendern. Hier finden Sie alles: Blumen in Hülle und Fülle, Cafes, Restaurants, Theater, Kinos, kostenlose Bänke zum Ausruhen, Schuhputzer. Sehenswerte Bauwerke entlang des Boulevards sind das Liceu (zweitgrößtes Opernhaus Europas) und der Lebensmittelmarkt La Boqueria. Der richtige Name dieses berühmten und bunten Lebensmittelmarktes ist Mercat de Sant Josep. Anfang des 20. Jahrhunderts enstand die charakteristische Dachkonstruktion. Sehenswert ist auch Gaudis erster größerer Bau im Zentrum Barcelonas. Das Stadthaus Palau Güell entstand 1889 für den Industriellen und Gaudi-Förderer Eusebi Güell.

Das mittelalterliche Barri Gotic (Gotisches Viertel) grenzt direkt an die Nordostseite der Rambla. Es ist geprägt durch ein Netz enger und verwinkelte Gassen. Rund um die Kathedrale kann man zahlreiche geschichtsträchtigen Gebäude bewundern. Das Barri Gòtic wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts grundlegend modernisiert. In den Gassen des Viertels befinden sich interessante Museen und unzählige kleine Geschäfte. Zusammen mit den benachbarten Vierteln Raval und El Born bildet es die hsitorische Altstadt von Barcelona.

Die berühmte Kathedrale La Sagrada Familia von Gaudi ist wohl das bekannteste Bauwerk Barcelonas. Die Arbeiten an dem Bauwerk begannen bereits 1883 und sind bis heute nicht abgeschlossen. Fahren Sie mit dem Fahrstuhl auf einen der beiden Türme! Die Aussicht ist herrlich. Sehenswert ist auch das Museum. Gaudi schraubte seine Pläne im Lauf der Zeit herunter, aber der Plan für das Gesamtwerk ist beeindruckend. Gebaut werden muss noch der Vierungsturm mit vier Nebentürmen, die die Evangelisten darstellen. Vier Türme an der südlichen Glorienfassade sollen den vier existierenden an der Passions- (Westen) und Weihnachtsfassade (Osten) entsprechen. Ein Wandelgang soll außen herum laufen. Gaudi ist in der Krypta begraben. Bei seinem Tod war nur ein Turm der Weihnachtsfassade fertig, doch die stockenden Arbeiten gingen nach dem Bürgerkrieg weiter.

Rundgänge in Barcelona: Vom Hafen (Kolumbusdenkmal) zum Plaza Puerta de la Paz und weiter über die Ramblas Santa Monica und Los Capuchinos bis zur Calle de Fernando Jaime I; hier rechts einbiegen (Kirche Santos Yustos y Pator, Casa de la Ciudad, Palacio Centelles) oder links (Kathedrale, Bischöfliches Palais, Stadtmauern, Königliche Kapelle, Königlicher Palast, Casa Pedelles, Archiv der Krone von Aragonien und Kanonikerhäuser). Oder alternativ: Vom Hafen über den Paseo de Colon zum Plaza Antonio Lopez und durch die Via Layetana zur Calle la Princesa (rechts Picassomuseum und alte Paläste, in der Nähe Kirche Santa Maria del Mar), die zur Calle de Martinez Anido und zum Parque de la Ciudadela (Wasserfall, Denkmäler, Plastiken, Museum der Modernen Kunst, Naturgeschichtliches Museum) führt.

Vielleicht fahren Sie auch auf den Tibidabo, um von 500 m Höhe auf die Stadt, das Meer und Ihr Kreuzfahrtschiff zu blicken. Ein tolles Fotomotiv! Fahren Sie stilvoll mit der historischen Tramvia Blau vorbei an Jugendstil-Villen der Nobelviertel Barcelonas zur Talstation der Seilbahn. An der Endstation auf dem Tibidabo erwarten Sie Panoramabars mit einer herrlichen Aussicht.

Um auf den Hausberg Montjuic zu gelangen, können Sie die Seilbahn (Funicular) nehmen. Fahren Sie mit der U-Bahn (Linie 3) und steigen Sie an der Station "Paral·lel" aus. Von der Station gibt es eine direkt Verbindung zur Standseilbahn. Diese wurde übrigens vor den Olympischen Spielen 1992 gründlich modernisiert, um den Verkehr zum Oympiastadion (Estadi Olimpic Lluis Companys) auf dem Montjuic zu bewältigen. Von der Bergstation aus sind es dann noch ca. 100 Meter hinauf zur Fundacio Joan Miro. Zum Gipfel geht es mit einer weiteren Seilbahn, die Teleferic genannt wird.

Das Kloster Montserrat, 1205 gegründet, mit dem Namen „zersägter Berg" liegt auf einem bizarren Felsmassiv, das die katalanische Ebene bedrohlich überragt. Man hatte diesen Ort gewählt, weil er wohl, wie keiner weitab, geeignet erschien - dem Himmel zugewandt Gott zu suchen. Damals. Heute: ein ständiger Strom von Touristen aller Nationen in Autos und Bussen, Restaurants, Cafes und Bars. Na, dann.

Ihre Meinung ist gefragt

Sie kennen diesen Hafen und haben noch Tipps für andere Kreuzfahrer. Dann wäre es nett, wenn Sie Ihre Erfahrungen hier zur Verfügung stellen.

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